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Thema: Anglizismen noch und nöcher - der absolute Wahnsinn

  1. #1
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    Ich habe ca. 20 Jahre in der IT-Branche gearbeitet und bin seit nunmehr 6 Jahren ein Möbler. Was bei den Computerfritzen eigentlich normal war (englische Ausdrücke, für die es z.T. keine knackigen deutsche gab/gibt) dachte ich hinter mir gelassen zu haben und in einer Branche gelandet zu sein, die so richtig urdeutsch ist. Weit gefehlt!!
    Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus, wer wo wofür und weshalb diese wirklich dummen und absolut unnötigen Anglizismen verwendet. Auch hier in diesem möbel "talk" müssen es englische Namen sein, obwohl ich hier bzw. in allen Mitteilungen und Kommentaren in den Möbel"news" noch nie einen englisch schreiben gesehen habe.

    Kann mir einer sagen, weshalb das so ist? Mir stinken diese Sprachverpester ganz gewaltig und führe diesbezüglich einen Kreuzzug gegen diese Sprachverbrecher. Warum lassen wir uns ohne Not und Zwang unsere schöne Sprache einfach so kaputt machen? Wir verlangen von den Ausländern, die hier leben wollen, dass sie unsere Sprache lernen und was machen wir? Äffen diese dumme Werbesprache nach ohne darüber nachzudenken, welche langfristigen Folgen dies hat.

  2. #2
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    Wenn es um den deutschen Wortschatz geht, werden zwei Verzeichnisse zu Grunde gelegt: Das allgemein bekannte Werk ist der Duden; das sprachwissenschaftlich akzeptierte Werk ist der Wahrig. In beiden ist der Begriff "Talk" im Kontext einer "kleinen Plauderei" verzeichnet.

    Warum wettert man gegen "Sprachverpesterer", wenn man gar nicht weiß wovon man eigentlich spricht???

  3. #3
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    nomen est omen, mehr fällt mir dazu nicht ein

  4. #4
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    Anglizismen find ich auch Bullshit.

  5. #5
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    Was heisst eigentlich Klugscheisser auf Englisch?

    Ihrem Beitrag zu meinem Sprachverpester-Angrif fehlt jegliche Logik. Was hat das, was ich geschrieben/moniert habe, mit dem zu tun, was Sie von sich absondern?

    Übrigens, ich habe eine Übersetzung gefunden: smart asses ...:-)

  6. #6
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    Zitat Zitat von monacofranze Beitrag anzeigen
    Was hat das, was ich geschrieben/moniert habe, mit dem zu tun, was Sie von sich absondern?
    Gerne bin ich Ihnen behilflich:

    Zitat Zitat von monacofranze Beitrag anzeigen
    ... einer Branche gelandet zu sein, die so richtig urdeutsch ist.
    ...Anglizismen verwendet. Auch hier in diesem möbel "talk" müssen es englische Namen sein ...

    Kann mir einer sagen, weshalb das so ist?
    ....
    Wie ich bereits ausführte, ist das Wort "Talk" in den einschlägigen Verzeichnissen der deutschen Sprache verzeichnet. Unabhängig vom Ursprung des Wortes ist es also Teil des deutschen Wortschatzes. Es handelt sich also insbesondere auch um einen deutschen Namen.
    Ich bin kein Klugscheisser, ich weiß es wirklich besser

  7. #7
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    also Mr. Smart Ass,

    dass Talk schon zu einem deutschen Namen mutiert sein soll, finde ich gelinde gesagt etwas weit hergeholt. Ich habe diesbezüglich meine Tochter konsultiert, die komperative Literaturwissenschaften studiert hat und seit geraumer Zeit promovierte Germanistin ist. Sie meinte, dass die deutsche Sprache auch eine lebendige Sprache ist (im Gegensatz zu Latein) und dass es immer wieder neue Wörter gibt, die wir in unseren Wortschatz aufnehmen (Lehenswörter), aber dass diese dann schon deutsche Namen seinen ist so nicht zutreffend.

    Ich moniere eigentlich nicht die Existenz solcher, überwiegend aus dem englischen Sprachraum adaptierten Ausdrücke, sondern die ohne Not verwendeten Wörter, die unsere wirklich schöne und ausdrucksstarke deutsche Sprache verändern. Weil irgendwelche Marketing- und Werbeheinis meinen, es sei erfolgversprechender, wenn diese Aufmerksamkeitsgranaten in unseren Köpfen (Hirn?) explodieren.

    Weshalb muß man ohne Not aus dem Einrichtungshaus einen "Showroom" machen? Und für die Kinderabteilung "for Kids" sagen? Das ist purer Schwachsinn hoch drei!

    Meine Enkelin ist derzeit als Aupair in den USA, sie fuhr in dieses Land als Amifreund und kommt in 5 Monaten als Amifeind zurück. Wenn das unsere Leitkultur und damit auch Leitsprache sein soll, dann gute Nacht liebe Welt.

    Aber solange es Unterstützer wie Sie gibt, muss den Amis nicht bange sein....

  8. #8
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    Zitat Zitat von monacofranze Beitrag anzeigen
    also Mr. Smart Ass,

    dass Talk schon zu einem deutschen Namen mutiert sein soll, finde ich gelinde gesagt etwas weit hergeholt. Ich habe diesbezüglich meine Tochter konsultiert, die komperative Literaturwissenschaften studiert hat und seit geraumer Zeit promovierte Germanistin ist. Sie meinte, dass die deutsche Sprache auch eine lebendige Sprache ist (im Gegensatz zu Latein) und dass es immer wieder neue Wörter gibt, die wir in unseren Wortschatz aufnehmen (Lehenswörter), aber dass diese dann schon deutsche Namen seinen ist so nicht zutreffend.

    Ich moniere eigentlich nicht die Existenz solcher, überwiegend aus dem englischen Sprachraum adaptierten Ausdrücke, sondern die ohne Not verwendeten Wörter, die unsere wirklich schöne und ausdrucksstarke deutsche Sprache verändern. Weil irgendwelche Marketing- und Werbeheinis meinen, es sei erfolgversprechender, wenn diese Aufmerksamkeitsgranaten in unseren Köpfen (Hirn?) explodieren.

    Weshalb muß man ohne Not aus dem Einrichtungshaus einen "Showroom" machen? Und für die Kinderabteilung "for Kids" sagen? Das ist purer Schwachsinn hoch drei!

    Meine Enkelin ist derzeit als Aupair in den USA, sie fuhr in dieses Land als Amifreund und kommt in 5 Monaten als Amifeind zurück. Wenn das unsere Leitkultur und damit auch Leitsprache sein soll, dann gute Nacht liebe Welt.

    Aber solange es Unterstützer wie Sie gibt, muss den Amis nicht bange sein....
    hier noch ein paar Möbel-Beispiele:

    - "best age consumer", die von den
    - "sales managern" in ihrer Orientierungsphase gestört werden.

    natürlich im "Proftitcenter" Schlafen ?!?!?!?!?

    am "POS" hiess früher noch Abbeitsplatz.

    glück auf (ist Gott sei Dank noch nicht infiziert worden...)

  9. #9
    Maxim
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    Mal ganz im Ernst: Dieser viel angepriesene "Sprachverfall" existiert schlichtweg nicht.
    Sprachen durchlaufen immer einen Wandel durch Trends und dadurch erhalten eben auch Fremdwörter Einzug in eine Sprache, die sich allmählich in die Sprache fest integrieren.
    Vor Jahren hat man zu einem Fotomodel noch "Mannequin" gesagt, weil eben Französisch "in" war. Heutzutage ist es eben das englische Model. Fremdspracheneinflüsse erweitern ein Sprache und dadurch wächst diese eben stetig weiter.
    Sicherlich finde ich es auch nicht schön, dass Teils unnütze Begriffe einschlägige deutsche Bezeichnungen ablösen - gerade auf dem Stellenmarkt (ich wollte soeben erst Jobangebote schreiben - so schnell kann es gehen) ist der Trend meiner Meinung nach zu extrem in Gebrauch. Hausmeister finde ich in Ordnung - über Facility Manger kann ich hingegen nur lachen.
    Wir müssen uns alle nur in Geduld üben, bis der englische Anteil aus unserer Sprache wieder entschwindet. Wahrscheinlich wird dann Chinesisch oder Koreanisch als nächstes kommen. "Gangnam" ist ja bereits in aller Munde

  10. #10
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    Ich würde sagen, dass das auch viel mit der Vereinheitlichung der Studiengänge zu tun hat, wer heute Marketing macht oder BWL oder sonst was studiert hat, der wird ohne diese Begriffe im Studium nicht mehr klarkommen. Die Inhalte und somit die Vokabeln verschmelzen hatlt. Man soll mit den Begriffen ja überall auf der Welt etwas anzufanfgen wissen. Aber im Grunde gebe ich dir Recht Maxim. Es nervt schon in einigen Fällen und macht in anderen Fällen keinen Sinn mehr.

  11. #11
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    @guddelaune:
    Da gebe ich Dir völlig recht, die Ursachen sind in den Studiengängen zu finden, denn die wissenschaftliche Aufarbeitung und Wirtschaftstheorien fanden in den letzten 50 Jahren überwiegend im amerikanischen Sprachraum statt. Das ist auch sehr deutlich in der Anzahl der Nobelpreisträger zu sehen die sich mit Marketing-Themen befasst haben (wer sagt schon Absatzwirtschaft? :-))
    Aber (ich wiederhole mich). Warum muss eine Ausstellung im tiefsten Bayern, Sachsen oder BW zum Showroom mutieren? Das ist doch wirklich nicht mehr nachvollziehbar. Da geht doch kaum ein nativ english speaker hinein und die paar sehen auch so worum es sich handelt.

    Junge Menschen finden es cool wenn sie neu geschaffene Ausdrücke in ihre Sprache einfließen lassen. Das haben wir auch gemacht. Aber dennoch kann man alles übertreiben. Jetzt verkauft auch schon der Aldi Herrenhemden die "slim fit" geschnitten sind und erklärt dann den Ausdruck auch noch. Das ist doch wirklich schon etwas krank, oder nicht?

    Vielleicht soll ich mich doch in die Schmollecke zurück ziehen und dem Treiben einfach mit Konsumverweigerung begegnen? Aber als "best ager" wollte ich eigentlich schon noch etwas mitmischen..

    Monacofranze

  12. #12
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    Da muss ich monacofranze schon recht geben. Viele Anglizismen sind zwar weit verbreitet, aber wenn die dann noch erklärt werden müssen, geht das am Thema vorbei.
    Ich bin froh, dass ich mein Essen nicht selbst jagen muss. Ich wüsste nicht mal wo Pizzen leben.

  13. #13
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    Zitat Zitat von liebling Beitrag anzeigen
    Da muss ich monacofranze schon recht geben. Viele Anglizismen sind zwar weit verbreitet, aber wenn die dann noch erklärt werden müssen, geht das am Thema vorbei.
    Da schreibt man 2010 einen Beitrag und dann wartet man 4 Jahre und schon reagiert wieder jemand darauf�� Das nenne ich mal so wirklich nachhaltig. Danke für die Unterstützung, schön wäre es natürlich, wenn sich noch viel mehr Menschen sich dieses Thema annehmen würden. Dann könnten wir etwas reißen, aber ich einsamer Hansel kämpfe schon gegen Windmühlen, denn kaum einer ist bereit, etwas von seiner Zeit zu investieren. Also talken wir oder chatten wir halt einfach sinnreich weiter....

  14. #14
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    Ich glaube leider, dass sich dagegen quasi nichts ausrichten lässt. Befürchte sogar noch, dass das mit dem Freihandelsabkommen sogar noch schlimmer wird...
    Ich bin froh, dass ich mein Essen nicht selbst jagen muss. Ich wüsste nicht mal wo Pizzen leben.

  15. #15
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    Es ist zugegebenermaßen manchmal eher lächerlich als ärgerlich, da die dem Englischen entlehnten Begriffe so dort noch nicht einmal vorkommen bzw, in dieser Form verwendet werden - zum Beispiel in dem Begriff für "fighten" für "kämpfen"...Englisch ist das ja eigentlich nicht...

    Dennoch ist die Klage über den Sprachverfall eher lächerlich: früher "bediente" man sich beim Griechischen oder Lateinischen - weil diese Kultur eben führend war...später wurde dann eher Französisch "Chic" und heute ist es eben das Englische, weil unsere Kultur - ob man es nun will/begrüßt oder nicht - nun einmal amerikanisiert ist.

    Und für alle, die Angst vor dem "Allgemeinen Kulturverfall" haben: im Grund sind die meisten Anglizismen doch ohnehin nur englisch ausgesprochene GRIECHISCHE der LATEINISCHE Fremdwörter!!!!

    Das einzig Konstante in unserer Sprache sind also die "Antiken, toten" Sprach-Kulturen....

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