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  • 1 Post By DerGute

Thema: Öffnungszeiten der Möbelhäuser !!!!

  1. #1
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    Ich hoffe ich finde hier einigermaßen Zuspruch, egal wo Ihr herkommt Leute. Ich bin der Meinung das die Geschäftsführungen immer dreister werden um an mehr Geld zu kommen und wir - die Mitarbeiter - müssen besonders darunter leiden... Bestes Bsp. ist zur Zeit ja wohl Berlin, wo ( Gott sei Dank ) ja mittlerweile die verkaufsoffenen Sonntage eingeschränkt wurden.
    Aber wo soll das noch hinführen frage ich, wir werden immer mehr "amerikanisiert" was die Öffnungszeiten angeht, aber vor noch 10/12 Jahren hat es gereicht in der Woche bis 18:30 Uhr und Samstags bis 14:00 Uhr zu öffnen. Komisch..., oder?

  2. #2
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    Stimme ich zu 100 % zu. Mein Vorschlag hierzu könnte wie folgt beworben werden:

    DAS FAMILIENFREUNDILCHE MÖBELHAUS:
    ==============================
    MO-FR 10:00 bis 18:00 Uhr
    SA 10:00 bis 16:00 Uhr
    DO bis 20:00 Uhr "langer Donnerstag"
    ===================================

    Alle anderen Öffnungszeiten generieren meiner Meinung nach keinen Mehrumsatz sondern bewirken nur eine Verschiebung.

    Diese Verschiebung wird durch zusätzliche Late-Night- oder VK-Sonntags- Rabatte wieder dem Verkauf und den dazugehörenden Provisionen angelastet.

    Auch Verkäufer haben ein Familienleben !

  3. #3
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    lange Öffnungszeiten bedeuten ja auch längere bzw. höhere Betriebskosten durch Strom und Personal,
    dies wiederum schmälert eigentlich den Gewinn wenn der Umsatz gleich bleibt.

  4. #4
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    Das Thema Öffnungszeiten wird immer kontrovers diskutiert werden, eine einzige richtige Lösung gibt es meiner Meinung nach nicht. Ich möchte vorausschicken, dass ich auch ein Betroffener bin und seit ich im Möbeleinzelhandel arbeite, ist es vorbei mit dem gemeinsamen Samstag.
    Aus der Sicht des Kunden kann ich nur sagen: toll, wenn ich am Sonntag gemütlich in einem großen Möbelhaus herum wandern kann um eventuell etwas passendes zu kaufen. Oder wenn ich mich am Abend nicht abhetzen muss um schnell mal eine Polstergarnitur für 5000.- € zwischen Tür und Angel zu erwerben. Wenn ich da bis sagen wir mal 22:00 Zeit hätte wäre das doch super. Dafür könnte ich gerne in Kauf nehmen, dass die Häuser erst gegen Mittag öffnen, das reicht auch noch für unsere Senioren, um die dringenden Möbelkaufmaßnahmen durchzuführen (das war jetzt eher etwas ironisch gemeint). Aus wirtschaftlicher Sicht bestimmt ein interessanter Aspekt, doch stellt sich dann gleich die nächste Frage: Muss das sein? Ist Deutschland nicht auch ohne die langen Öffnungszeiten wieder groß und stark geworden im weltweiten Vergleich? Werden wir nicht jetzt schon wieder als die Musterknaben im vernünftigen Wirtschaften angesehen? Daraus jetzt eine Ablehnung für verlängerte Öffnungszeiten ableiten zu wollen, wäre aber doch zu kurz gedacht.
    Unser Konsumverhalten hat sich in den vergangenen 60 Jahren immer wieder einmal verändert, ganz besonders jedoch durch die unselige Werbekampagne mit den Slogans: "Geiz ist geil" und "ich bin doch nicht blöd". Die Rabatte sind das alles entscheidende Thema geworden, wer glaubt, ohne Rabattaussagen im Geschäft bleiben zu können, der macht den ersten Schritt in den Abgrund.

    Ich frage meine Kunden immer: "Können Sie mir sagen was zuerst da war, die Henne oder das Ei?" wenn es um das Thema Rabatte geht und wer schuld ist daran, dass Qualitätskriterien immer stärker in den Hintergrund treten. Ein englischer Soziologe, John Ruskin, sagte einmal: "wer sich nur am Preis orientiert, wird die gerechte Beute dieser Machenschaften". Wenn also unsere Kunden immer stärker preissensitiv werden, dann wird meist auch die Marge geschmälert. Um dies auszugleichen, muss mehr verkauft werden und ob wir es glauben oder nicht: je mehr Kaufgelegenheiten der Kunde hat, umso eher gibt er auch etwas aus. Und verlängerte Ladenöffnungszeiten sind ein Teil dieser Strategie.

    Die andere Seite ist die Auswirkung aus gesellschaftspolitischer Sicht. Ich bin der Meinung, dass die damalige rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder zwar in guter Absicht gehandelt hat, als sie das Rabattgesetz (Zugabenverordnung) geändert hat um dem Handel mehr Freiraum für seine Verkaufsaktivitäten zu geben und damit die Wirtschaft anzukurbeln. Welche Auswirkungen das auf den Einzelnen im Verkauf hatte, ist hinlänglich bekannt. Mehr verdient haben wir dadurch keinesfalls, die Belastungen sind aber größer geworden.

    Abschliessend stelle ich die ketzerische Frage: Muss ein Unternehmen darauf achten, welche gesellschaftlichen Implikationen mit seinem Handeln verbunden sind oder soll er nur nach seinem eigenen Erfolg trachtn?

    mfg
    monacofranze

  5. #5
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    Ob das mit den veränderten Gewohnheiten die Basis für längere Öffnungszeiten ist, stelle ich in Frage. Wenn man mal schaut wer sich da so ereifert hat die Öffnungszeiten zu verändern, dann erkennt man es waren maßgeblich die hinter denen die Slogans "ich bin doch nicht blöd" oder "Geiz ist geil" stecken. Warum haben die das gemacht? Genau! Es gibt in der Branche U-Elektronik, wie auch im Möbelhandel keine Zuwächse mehr durch Bevölkerungswachstum also muss man die Luft für die anderen Marktteilnehmer dünner machen. Wo kann man als "Großer" Potentiale abschöpfen? Natürlich bei den inhabergeführten kleineren Läden, die den Ladenöffnungszeiten auf Grund der kleineren Personaldecke nicht folgen können. Alle Aussagen in Richtung Kundenfreundlichkeit in Bezug auf die Ladenöffnungszeiten sind schlichtweg Unsinn. Es ist nichts anderes als Verdrängungswettbewerb damit nur die Großen überleben. Die Kosten sind daher Zukunftsinvestitionen, denn bei abnehmendem Wettbewerb steigen die Preise und der Käufermarkt wird endlich wieder zum Verkäufermarkt. Weiterhin bringen die Öffnungszeiten den Frequenzgeschäften mehr als den beratungsintensiven Themen im Handel, um 21:00h kauft man sich eher eine Kerze für den Adventskranz oder andere geringfügige Wirtschaftsgüter. Bei den Küchen z.B. sind die Kunden dann eher selbst platt und wollen dann die berühmte Nacht über den möglichen Kauf zu schlafen.

    Dann noch eine Anmerkung zu den Preisdiskussionen, wer hat denn mit den blödsinnigen Rabattaussagen angefangen? Dieselben, deren Verkäufer nun die Auswirkungen beklagen. Wirklich schlimm ist, dass selbst gebildete Menschen unter den Kunden, diesem Unfug erliegen. Unglaublich ist allerdings, dass es Kunden gibt, die von den Fachmärkten dieselben Preisstellungen fordern, wie von den Discountern. Die Crux daraus "Die Kunden sind so wuschig, dass sie die Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Geschäftsphilosophien nicht einmal mehr verstehen". Daher völlig richtig gesehen, die Kunden wurden wirkungsvoll so auf den Preis dressiert, dass man sie durch den brennenden Reifen springen lassen kann und die merken es nicht einmal.

    Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass wir wohl über die Ladenöffnungszeiten diskutieren können, die Vorschläge von balboa wären ein "zurück in die Zukunft", aber das wird es wohl nicht geben. Die Zufriedenheit und Begeisterungsfähigkeit des eigenen Verkaufspersonals sind Priorität C-- in den Plänen der Chefetagen. Der Verkauf muss funktionieren nicht frohlocken.

    In dem Sinne

    viele Grüße

    Küchengeist

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